Weinhaus Schnabel

110 Jahre fränkische Gastfreundschaft

Der 1899 gegründete Familienbetrieb kümmert sich nun schon seit über 110 Jahren in bester fränkischer Tradition um das leibliche Wohl seiner Gäste. Damit zählt die gemütliche Gaststube mit ihrem unverwechselbaren Charme in der Haugerpfarrgasse 10 zu den ältesten Gasthäusern Würzburgs.

Im Jahr 1899 beginnt in der Haugerpfarrgasse 10 ein Stück Würzburger Geschichte. Hier, im Herzen der alten Bischofsstadt, in unmittelbarer Nähe zum Stift Haug übernehmen Josef und Agnes Schnabel eine alte Gastwirtschaft. Voller Tatendrang und Traditionsbewusstsein verwandeln die Eheleute den ehemaligen „Freischütz“ in das „Wein- Bier- und Speisehaus Schnabel. In der liebevoll holzvertäfelten Stube servieren die neuen Besitzer fortan hausgemachte Speisen, erlesene Weine und süffige Bierspezialitäten. Für das junge Ehepaar ist es damals ein großer Schritt inmitten einer bewegten Zeit. Doch die Kraft und der Einsatz der Schnabels wird schnell belohnt – es dauert nicht lang, bis das Gasthaus vor allem bei heimischen Professoren und Studenten sowie Handwerkern einen exzellenten Ruf erlangt. 1924 reicht das Geld für umfangreiche Modernisierungen und Umbauten – der Volksmund nennt die Gaststube nach der Wiedereröffnung ab sofort „die Marmorsäle“.

Vom Damals ins Heute
Auch die Schnabels bleiben von den Wirren des zweiten Weltkriegs nicht verschont – und so brennt das traditionsbehaftete Gasthaus nach den Angriffen der britischen Royal Airforce im Jahr 1945 beinahe bis auf die Grundmauern nieder. Josef Schnabel stirbt beim Angriff im Keller des Hauses. Ein schwerer Schicksalsschlag für die Familie und ein tiefer Einschnitt in die Würzburger Wirtshauskultur. Doch jeder Rückschlag ist auch eine neue Chance – und so öffnet das Wein- Bier- und Speisehaus Schnabel schon 1949 erneut seine Türen, unter Leitung von Agnes und ihrem Sohn Robert. In den folgenden Jahrzehnten entwickelt sich die Haugerpfarrgasse 10 zu einem zentralen Anziehungs- und Treffpunkt für Einheimische und Auswärtige.

Tradition mit Zukunft
Heute, mehr als 110 Jahre nach der Gründung, sorgt mit Matthias Schnabel die vierte Generation der Familie für das leibliche Wohl der Kundschaft. Gemeinsam mit seinem jungen motivierten Team pflegt er in bester schnabel’scher Manier die Tradition und den guten Ruf eines der ältesten Wirtshäuser Würzburgs. Auch internationale Gäste und Touristen wollen immer öfter zwischen der beeindruckenden Holzkastendecke, der schönen Wandvertäfelung sowie den vielen Bildern und Stichen aus vergangenen Zeiten ein Stück Würzburger Geschichte erleben. Aus der Küche kommen Spezialitäten wie geschnetzeltes Kalbsherz, hausgemachter Würzburger Blausudsulz oder das berühmte Sauerrahmschnitzel nach Art von Agnes Schnabel. Ausgesuchte Winzer liefern über 25 hochklassige Weine aus Spitzenlagen, das Bier kommt von der Würzburger Hofbräu oder von den Mönchen des oberbayerischen Klosters Andechs und auch Freunde des Weißbiers kommen auf ihre Kosten.

Vor allem aber findet sich im Wein- Bier- und Speisehaus Schnabel in der Haugerpfarrgasse 10 das, was die Menschen 1899 und auch 2009 stets zu schätzen wissen: ein Plätzchen zum Entspannen und Genießen, in sympathischer Atmosphäre und charmantem Ambiente – oder ganz einfach: echte fränkische Gastfreundschaft.

 

„Genießen Sie in einem der ältesten Gasthäuser Würzburgs ausgesuchte fränkische Weine, kulinarische Spezialitäten sowie Biere aus der Region."

Kurzer geschichtlicher Rückblick

1899
Übernahme des alten "Zum Freischütz" durch Josef Schnabel mit Ehefrau Agnes Schnabel
1924
Wiedereröffnung nach Modernisierung und Umbauten. Der Volksmund nennt den Schnabel jetzt "Marmorsäle"
1945
Beim Luftangriff der Royal Air Force auf Würzburg am 16. März wird das Haus oberhalb der Grundmauern des Erdgeschosses komplett zerstört. Josef Schnabel stirbt beim Angriff im Keller des Hauses.
1949
Wiedereröffnung durch Agnes Schnabel mit Sohn Robert Schnabel.
1978
Übernahme des Geschäftsbetriebes durch den Sohn Robert Josef Schnabel
1999
100 - jähriges Betriebsjubiläum
2005
Übergabe an die vierte Generation (Matthias Schnabel)